Der Deckungsbeitrag (DB) ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Controlling und Rechnungswesen. Einfach gesagt ist es der Betrag, der einem Unternehmen nach Abzug der variablen Kosten bleibt, um die Fixkosten zu decken.
Bleibt danach noch etwas übrig, erwirtschaftet das Unternehmen einen Gewinn. Die Grundformel
Die Berechnung ist unkompliziert. Man unterscheidet meistens zwischen dem Deckungsbeitrag für ein einzelnes Produkt (Stückdeckungsbeitrag) und dem Gesamtdeckungsbeitrag für die gesamte Verkaufsmenge.
Stückdeckungsbeitrag (d)
Verkaufspreis pro Stück (Netto)
Variable Kosten pro Stück
Gesamt-Deckungsbeitrag = Umsatz - variable Gesamtkosten Was sind variable und fixe Kosten?
Variable Kosten: Diese ändern sich mit der Produktionsmenge. Beispiele sind Rohstoffe, Verpackungsmaterial oder Zutaten. Wenn Sie nichts produzieren, fallen auch keine variablen Kosten an.
Fixe Kosten: Diese sind unabhängig davon, wie viel Sie verkaufen oder produzieren. Beispiele sind Hallenmiete, Gehälter der Verwaltung oder Versicherungen.
Ein einfaches Beispiel
Ein Bäcker verkauft ein Brot für Euro.
Verkaufspreis: € (Erlös pro Brot)
Variable Kosten: € (Mehl, Hefe, Energie)
Stück-Deckungsbeitrag: €
Das bedeutet: Jedes verkaufte Brot trägt mit Euro dazu bei, die fixen Kosten des Bäckers (wie die Ladenmiete von . B. Euro im Monat) zu bezahlen.
In diesem Fall müsste der Bäcker genau Brote im Monat verkaufen, um die Miete zu decken. Ab dem . Brot macht er Gewinn. Diesen Punkt nennt man Break-Even-Point (Gewinnschwelle). Warum ist der Deckungsbeitrag so wichtig?
Unternehmen nutzen den Deckungsbeitrag für zentrale Entscheidungen:
Produktanalyse: Ein Produkt mit einem negativen Deckungsbeitrag verliert mit jedem Verkauf Geld. Es sollte im Preis erhöht, in den Kosten gesenkt oder aus dem Sortiment genommen werden.
Preisuntergrenze bestimmen: In Krisenzeiten oder bei Sonderaufträgen kann ein Unternehmen ein Produkt kurzfristig zum reinen Deckungsbeitrag anbieten, solange die variablen Kosten gedeckt sind und ein kleiner Beitrag für die Fixkosten übrig bleibt.
Sortimentsplanung: Wenn Kapazitäten . B. Maschinenlaufzeiten) knapp sind, werden die Produkte bevorzugt, die den höchsten Deckungsbeitrag liefern.
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