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Hallo, hier ist ja nix los im Schülerforum, und daher nun eine selbstersonnene Aufgabe: Der Dieb Ede geht jede Nacht auf Raubzug. Sicher erbeutet er dabei jedes Mal Euro, jedoch nie oder mehr Euro. Genauer ist für seine Chance (als Prozent), wenigstens Euro zu erbeuten, formal als Funktion . Also ist . Edes Chance, wenigstens Euro zu erbeuten, und seine Chance, wenigstens Euro zu erbeuten, usw... Ein Graph ist angehängt. Und nun die Aufgabe: Entwickle eine Funktion ???, sodass für Edes Chance (als Prozent) ist, in zwei Raubzügen wenigstens Euro zu erbeuten. Zeichne auch den Graphen. Bem.: Bei der Beute tun wir einfach so, als ob es jeden Betrag innerhalb der jeweiligen Intervalle gäbe, also auch . Euro . Also die Euros einfach wie reelle Zahlen handhaben... |
| Hierzu passend bei OnlineMathe: Funktion (Mathematischer Grundbegriff) Online-Übungen (Übungsaufgaben) bei unterricht.de: |
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Als Stochastiker würde ich es einfacher so formulieren: Der zufällige Beutewert eines Raubzuges ist gleichmäßig stetig verteilt auf dem Intervall . Es geht dann in der Aufgabe um die Beutesumme zweier Raubsumme, deren Verteilung als Faltung zweier identischer Gleichverteilungen ist bekanntlich eine symmetrische Dreiecksverteilung auf , in Formeln für deine Prozente: für , für . |
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Hallo HAL, Danke für Deine Antwort. Die Frage ist somit beantwortet. Ich habe heute morgen selber ein wenig experimentiert und bin dabei auch auf eine Fallunterscheidung und sogar auch ähnliche Terme wie bei Dir gekommen, allerdings nicht auf das Ergebnis oder überhaupt nur irgendwas Brauchbares. Hier drunter meine Rechnerei ohne den Anspruch, von irgendjemandem ernst genommen zu werden. Stochastik wartet noch auf mich in meinem Studium, dann werde ich das alles wohl auch lernen. Im Moment ist bei mir Algebra angesagt... Also, hier mein Schrott: Mein Ansatz: mit (für falls oder falls . Auspacken, zusammenfassen... . Dann die Enttäuschung mit falls falls was mit gegen Null geht, also nix taugt... |
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Hier noch der Graph von HALs Lösung als Zweiteiler. Ein sigmoider Graph, wenn man ihn zusammensetzt. Ist schon interessant, dass nicht wieder wie einfach linear ist, was man naiv vermuten könnte. Stochastik kommt auf jeden Fall nochmal auf meinen mathematischen Speiseplan... |
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> Ist schon interessant, z.B., dass nicht wieder wie einfach linear ist Nun ja, letzteres stimmt genau genommen nicht: ist stückweise (!) linear, denn man darf ja für sowie für nicht vergessen! Diese intervallweise Stückelung setzt sich dann für die Faltung für fort, mit genau Teilintervallen (die beiden äußeren dabei mit Wert 100 bzw. 0). P.S.: Faktor kommt übrigens rein, weil du mit Prozenten statt Wahrscheinlichkeiten operierst. |
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Aaah, vielen Dank für das Rezept. Man braucht also auf ganz das hatte ich nicht auf dem Schirm, ich habe mich oben nur auf bezogen. Ich wende die Formel mal an: falls bzw. falls . Supercool, Danke ! |
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Formel gilt übrigens für alle absolutstetigen Beuteverteilungen , d.h., gefordert wird lediglich 1) monoton fallend, 2) und , 3) stetig, 4) ist fast überall differenzierbar. 1) und 2) gelten automatisch ausgehend von der inhaltlichen Bedeutung, dass die Chance auf einen Gewinn bedeuten soll. Hinreichend für 4) ist beispielsweise, dass es auf jedem endlichen Intervall nur endlich viele Nichtdifferenzierbarkeitsstellen gibt. In unserem Fall der gleichmäßigen Verteilung hat nur zwei solche Nichtdifferenzierbarkeitsstellen: Bei sowie . |
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Stabil, vielen Dank. Super Exkurs für mich zwischendurch. Die Theorie dazu knöpf ich mir auf jeden Fall nochmal vor. Doch nun ist Algebra angesagt. Ich hab den Rucksack voll mit Stoff und in einem Monat ist Klausur... |
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In der Stochastik arbeitet man eher mit Verteilungsfunktionen: Wenn etwa die zufällige Summe von solchen Beutezügen ist, dann gilt für deren Verteilungsfunktion folgender Zusammenhang zu deiner mit Prozenten arbeitenden Funktion : . Aber widme dich erstmal deiner Algebra. ;-) |
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Ich fabulier mal noch ein wenig rum, was bei mehr als zwei Summanden passiert: Dabei betrachte ich unabhängig identisch stetig gleichverteilte Zufallsgrößen auf dem Intervall (statt wie bei dir auf , was man aber anschließend skalieren kann), Ziel ist eine explizite Darstellung der Verteilungsfunktion der Summe . Klar: besteht aus intervallweise Polynomen -ten Grades, genauer gesagt für und . Setzt man zusätzlich für alle sowie und zusätzlich für , dann gilt für die Iteration , d.h., und für . Diese Berechnung hab ich mal in Python umgesetzt, und das ergibt dann z.B. jeweils für usw. Für große nähert sich gemäß Zentralem Grenzwertsatz immer mehr der Verteilungsfunktion der Normalverteilung , das ist . |
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Sehr gut, Danke. Die Koeffizienten der Polynome kannst Du ja die HALschen Zahlen nennen und untersuchen. Ich behaupte übrigens kühn und ohne Beweis: Edes Chance, in Raubzügen wenigstens Euro zu erbeuten ist konstant für alle . Wahr oder falsch ? Jetzt muss ich aber Algebra lesen. Ich hinke eine Vorlesung hinterher... |
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> Edes Chance, in k Raubzügen wenigstens k⋅150 Euro zu erbeuten ist konstant 50% für alle k∈ℕ. > Wahr oder falsch ? Wahr. Und der Beweis ist nicht schwer, und gilt für jede stetige zu 150 symmetrische Beuteverteilung, also auch für die hier vorliegende gleichmäßige Verteilung auf [100,200]. |
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Haken machen... |