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Bidualraum

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Tags: natürlicher Isomorphismus

 
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Randolph Esser

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17:59 Uhr, 21.08.2026

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Hallo,

sei K ein Körper und V ein endlichdimensionaler K- Vektorraum.
Dann gibt es einen natürlichen Isomorphismus (bijektive, lineare Abbildung) auf seinen Bidualraum.
Siehe dazu den ersten Anhang.
Ist V nicht endlichdimensional, so ist diese Abbildung nur noch injektiv,
aber nicht mehr surjektiv, also kein Isomorphismus.
Das habe ich mir zu erklären versucht,
siehe die Beweisskizze ("Beweisskizze" ist ein toller Euphemismus
für einen nicht ganz elaborierten Beweis) als zweiten Anhang.
Gute Erklärung oder nicht, was denkt ihr ?



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kAiBikI_Bew
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Randolph Esser

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19:27 Uhr, 23.08.2026

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Nach wie vor aktuell...
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Jumanji

Jumanji

11:27 Uhr, 25.08.2026

Antworten
Intuitiv okay, aber formal nicht vollständig. Du musst ein konkretes p aus dem Zielraum V‘‘ konstruieren und zeigen, dass die Annahme, es läge im Bildraum (also besäße ein Urbild), zu einem Widerspruch führt.
Randolph Esser

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19:59 Uhr, 25.08.2026

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Das sei die Funktion ρV'', definiert durch ρ(lm):=1  (=lm(vm)) für alle m
(ich denke, sie ist dadurch bereits wohldefiniert
und liegt nicht im Bild von α,
da sie das Bild eines Vektors sein müsste,
der nicht definiert ist/existiert,
siehe Beweisskizze).
In meiner Beweisskizze sollte man die
"unendlich abzählbaren Systeme" eventuell in Basen umtaufen,
seien das also Basen.
Wie gesagt, ist nicht elaboriert.
Wer einen Link auf einen amtlichen Beweis hat,
her damit, Danke...
Antwort
Jumanji

Jumanji

20:20 Uhr, 25.08.2026

Antworten
ρ ist M. E. so noch nicht wohldefiniert, Die Angabe ρ(lm)=1 legt nur fest, wie ρ auf die Elemente von L wirkt. Sie sagt aber nichts darüber aus, wie ρ auf Elemente in V’ wirken soll, die nicht in diesem Unterraum L liegen.

Du kannst nicht argumentieren, dass das Urbild ‚nicht existiert‘. Man muss annehmen, ein Urbild v∈V existiert und dann hier zeigen, dass v dann unendlich viele Koeffizienten gleich 0 bezüglich der Basis haben müsste – was im Widerspruch zur Vektorraumdefinition steht.

Das System (v1,v2 …) ist i.d.R. noch keine Basis von V sondern muss erst zu einer solchen ergänzt werden.
Randolph Esser

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20:27 Uhr, 25.08.2026

Antworten
Unsere Antworten haben sich überschnitten.
Sagen wir, die "unendlich abzählbaren linear unabhängigen Systeme"
seien sogar Basen,
(v1,v2,...) eine von V und (l1,l2,...) eine von V'
und die Dualbasis zu (v1,v2,...)...
Antwort
Jumanji

Jumanji

20:31 Uhr, 25.08.2026

Antworten
Das rettet es auch nicht, aber ok. Ich klinke mich jetzt aus…
Randolph Esser

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21:11 Uhr, 25.08.2026

Antworten
Deine Meinung, nicht meine.
Unter der stärkeren Voraussetzung,
dass die Systeme Basen sind
(hier im geänderten Anhang),
finde ich die Überlegung sehr plausibel, denn:

ρ ist wohldefiniert, da eine lineare Abbildung schon definiert ist,
wenn sie auf einer Basis ihrer Definitionsmenge definiert ist.

ρ liegt nicht im Bild von α:
Angenommen, es wäre doch so, also ρ=α(v) für ein vV.
Dann gilt v=k=1qkvk mit qk0 nur für endlich viele Indizes k,
also qk=0 für alle kM und ein M,
und wir erhalten den Widerspruch
α(v)(lk)=lk(v)=qk=01=ρ(lk) für alle kM.


Aber vielen Dank für Deine Partizipation, Jumanji.


kAiBikI_Bew
Frage beantwortet
Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

01:26 Uhr, 26.08.2026

Antworten
Ich hake mal ab.
Wer aber noch was beitragen möchte,
insbesondere irgendeinen "offiziellen" Beweis
oder einen Link darauf, fühle sich frei,
hier zu posten...
Antwort
Jumanji

Jumanji

10:48 Uhr, 26.08.2026

Antworten
Mehrere Fehler,

1) eine unendliche Reihe gibt es in einem algebraischen Vektorraum nicht, dazu bedarf es des Begriffs der Konvergenz. Vektoren sind immer nur als endliche Summen von Basiselementen definiert.

2) Die Regel „Eine lineare Abbildung ist eindeutig bestimmt, wenn sie auf einer Basis definiert ist“ greift hier nicht, weil (l1,l2,…) eben keine Basis von V ist, sondern nur ein echtes Teil-System.

und 3) wenn die Dimension von V abzählbar unendlich ist (im Falle K=Rz.B. dimV=κ), dann ist der Dualraum überabzählbar unendlich dimensional (im Falle K=Rz.B. dimV’= 2 hoch κ).

Such mal nach den Begriffen Zorn‘sches Lemma und/oder Hamel-Basis.

Ein alternativer Beweis würde genau die Dimensionen von V und V‘ nutzen und dimV< DimV‘‘ zeigen und damit die Surjektivität widerlegen. Aber dafür müßte man Sätze über die Kardinalität bemühen.
Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

14:35 Uhr, 26.08.2026

Antworten
k=1qkvk mit qk0 nur für endlich viele k
ist keine unendliche Summe, weil ja eben qk0 nur für endlich viele k
vereinbart ist. Das ist einfach nur eine
formal schlanke Schreibweise für eine endliche Linearkombination.

Und (l1,l2,...) ist ein Teilsystem von V', nicht von V...

Aber OK, das mit der überabzählbaren Dimension des Dualraums
wusste ich nicht.

Das Zornsche Lemma & Co. kenn ich schon (lang, lang her),
werde ich jetzt aber nicht wiederholen
(bin gerade bei Analysis 2 mit meiner Wiederholungsrallye).

Ja, dimV<dimV'<dimV'' ist natürlich der Bringer,
denn dann ist klar, dass α keine Bijektion sein kann.

Das muss doch irgendwo schonmal jemand aufgeschrieben haben,
so richtig schön ausführlich formal gelatext.
Link für die Sammlung ?



Frage beantwortet
Randolph Esser

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15:56 Uhr, 26.08.2026

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Ich hake mal, hoffe aber noch auf einen Link...
Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

12:14 Uhr, 29.08.2026

Antworten
Ich exhumiere den Thread nochmal
(habe jetzt gerade Muße dazu).
Also, verwerfen wir mal meinen Quatsch eingangs oben
und resümieren:

Sei V ein unendlichdimensionaler K- Vektorraum
mit Basis B und V',V'' sein Dual bzw. Bidualraum.
Dann gilt

dim(V)=|B|,dim(V')=|K||B|,dim(V'')=|K||K||B|.

Ist B abzählbar unenendlich, sind also V',V'' überabzählbar

(abzählbar unendlich und überabzählbar sind in
meiner kleinen Mathewelt bis dato die zwei "verschiedenen Sorten"
von "unendlich", die ich kenne - es wird wahrscheinlich
noch weitere geben)

und es ist (mir) sofort klar, dass es keine Bijektion
VV'' geben kann.

Probleme habe ich allerdings, wenn schon B überabzählbar ist.
Dann kann ich nicht sofort begreifen, dass

|B|<|K||B|<|K||K||B|

gilt. Oder anders ausgedrückt:
Könnte es nicht sein, dass im überabzählbar Unendlichen
diese Relationen jeden Sinn verlieren ?
Wie soll man sich "überabzählbar hoch überabzählbar" vorstellen
(oder noch schlimmer: "überabzählbar hoch (überabzählbar hoch überabzählbar)") ?

Hierzu hätte ich gerne noch ein bisschen Futter...
Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

18:59 Uhr, 30.08.2026

Antworten
"Ist B abzählbar unenendlich, sind also V',V'' überabzählbar-dimensional."
statt
"Ist B abzählbar unenendlich, sind also V',V'' überabzählbar."
im Beitrag zuvor...

Vergeben wir am besten noch die Bezeichner B' und B''
für Basen von V' bze. V''. Dann gilt also
B abzählbar unendlich B' und B'' überabzählbar.
Dieser Fall ist (mir) klar. Aner was ist mit
B,B',B'' überabzählbar - kann man dann überhaupt
noch von |B|<|B'|<|B''| sprechen (siehe oben) ?
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Jumanji

Jumanji

17:11 Uhr, 01.09.2026

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de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4chtigkeit_(Mathematik)
Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

19:01 Uhr, 02.09.2026

Antworten
Nun gut, da findet man ganz unten den Satz von Cantor
mit der teuflischen Menge M:={x|xf(x)}.
Auch den Beweis kenn ich schon (lange her).
Also ist die Potenzmenge einer Menge immer
echt größer als die Menge selbst.
Nun ist aber noch nicht klar,
dass die Mächtigkeit der Potenzmenge
einer überabzählbaren Menge B wie im endlichen Fall
2|B| ist, bzw. welche Bedeutung 2|B| überhaupt
haben soll, und auch 2|B||K||B| aus 2|K|
zu schließen, finde ich nicht
selbstverständlich...
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