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Für welches m gilt a^phi(m)+1 ≡ a mod m ?

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Elementare Zahlentheorie

Tags: Elementare Zahlentheorie, Euler-Funktion, Kongruenz, Kongruenzrelation, quadratfrei, restklassen, Satz von Euler-Fermat

 
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Euler1000

Euler1000 aktiv_icon

19:13 Uhr, 29.11.2020

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Hallo zusammen, ich muss für mein Mathestudium den Beweis (siehe Bild) erklären können. Leider kann ich manche Schritte nicht genau nachvollziehen.

Sei φ die Eulerfunktion.
Für welche m∈ℕ gilt aφ(m)+1amodm für alle a∈ℤ ?


Der Fall m=1 ist logisch, denn die einzige Restklasse von 1 ist [0]. Dementsprechend müssen also aφ(m)+1 und a in derselben Restklassen liegen.
Beim 2. Fall (m ist Quadratfrei), verstehe ich leider den Zusammenhang nicht.
Wenn ich das richtig sehe, dann wurde erstmal die Definition der Kongruenz angewendet. Denn aφ(m)+1 und a sind genau dann kongruent, wenn m|(aφ(m)+1-a) und das kann man als Bruch schreiben so wie auf dem Bild. Und dann wurde ein Potenzgesetz verwendet, a ausgeklammert und das das k hinzugefügt (das würde sich beim ausmultiplizieren ja wieder wegkürzen).
Doch wofür wird das gemacht ? Warum muss ich zeigen, dass dies ein Produkt aus ganze Zahlen ist ?
Durch den Satz von Euler-Fermat kann ich aφ(mk) durch 1 ersetzten, da a und mk teilerfremd sind. Kann ich dann sagen, dass dies auch für φ(m) gilt, da φ(m) ein Vielfaches von φ(mk) ist ? Aber wenn ich dann φ(m) durch 1 ersetzte, dann würde im Zähler 1-1 stehen und das wäre null. Dann wäre aber das ganze Produkt null. Das würde keinen Sinn machen. Für was wird dann der Satz von Euler-Fermat genau verwendet ?
Den letzten Teil wiederum verstehe ich denke ich. Da wird per Widerspruchbeweis gezeigt, dass m quadratfrei sein muss, da sonst die Kongruenz nicht erfüllt ist.
Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich wäre sehr dankbar für eine schnelle Antwort :-)

Bildschirmfoto 2020-11-29 um 19.21.56

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HAL9000

HAL9000

19:47 Uhr, 29.11.2020

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Sind u,v positive ganze Zahlen mit uv, und a eine beliebige ganze Zahl, dann ist (au-1)(av-1).

Das wird hier genutzt für u=φ(mk) und v=φ(m) .


> Aber wenn ich dann φ(m) durch 1 ersetzte, dann würde im Zähler 1-1 stehen und das wäre null.

Warum solltest du so eine "Ersetzung" vornehmen wollen? Ich verstehe den Sinn dieses Gedankenspiels nicht, sowas ist doch kein Bestandteil des Beweises. :(

Euler1000

Euler1000 aktiv_icon

21:13 Uhr, 29.11.2020

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Danke das habe ich jetzt verstanden. Ich habe mir noch andere Gedanken gemacht. Da der ggt(a, mk)=1 ist folgt nach dem Satz von Euler-Fermat, dass av1modmk ist. Das heißt, mk ist ein Teiler von av-1. Ich verstehe nur leider nicht warum ich zeigen muss das av-1mk eine ganze Zahl ist , was bringt mir das hier für den Beweis ?
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HAL9000

HAL9000

21:19 Uhr, 29.11.2020

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Na das steht doch ausführlich im Scan - denk doch drüber nach: Es ist

aφ(m)+1-am=akaφ(m)-1m/k,

und wenn es wie dort beschrieben im Fall eines quadratfreien m gelingt zu zeigen, dass beide Faktoren rechts ganzzahlig sind, dann folgt daraus auch, dass die linke Seite ganzzahlig ist, was nichts weiter als aφ(m)+1a mod m bedeutet, also die Behauptung.

Und die gewünschte Ganzzahligkeit von aφ(m)-1m/k folgt eben aus jener von aφ(m/k)-1m/k, siehe oben.




Euler1000

Euler1000 aktiv_icon

21:36 Uhr, 29.11.2020

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Stimmt danke ! Also muss ich erstmal zeigen, dass aφ(m)+1amodm existiert, bevor ich beweise das es für m quadratfrei gilt ?
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HAL9000

HAL9000

21:42 Uhr, 29.11.2020

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Ich weiß nicht, warum du jetzt logisch wieder alles durcheinanderwirfst - nochmal:

Wenn m quadratfrei ist, DANN folgt aφ(m)+1a mod m für alle a, das wird doch da ausführtlichst gezeigt!!!!

Ganz zuletzt im Scan wird dann auch die Umkehrung gezeigt, d.h., dass es im Falle von nicht quadratfreien m zumindest ein a gibt, für das die Kongruenz nicht erfüllt ist: Nämlich durch Wahl von a=p, wobei jenes p eben quadratisch in Modul m enthalten sein soll.

Euler1000

Euler1000 aktiv_icon

13:45 Uhr, 03.12.2020

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Mir war nicht klar, dass es sich um ein Äquivalenzbeweis handelt, aber das macht einiges deutlicher. Eine letzte Frage hätte ich noch: wenn pφ(m) durch p teilbar ist. Warum folgt daraus dann, dass pφ(m)+1-p nicht durch p2 teilbar ist ? Ich habe versucht es mir anhand eines Beispiels zu verdeutlichen und da verstehe ich es auch: z.B für p=2,m=12. Dann ist φ(12)=4, also pφ(m)+1-p=25-2=30 und p2=4 und 4 teilt nicht 30. Ich kann mir nur nicht erklären warum.
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HAL9000

HAL9000

14:47 Uhr, 03.12.2020

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Distributivgesetz (ausklammern): pφ(m)+1-p=p(pφ(m)-1)(*)

Da pφ(m) wegen φ(m)1 durch p teilbar ist, die 1 aber nicht, so ist auch (pφ(m)-1) nicht durch p teilbar, folglich das gesamte Produkt (*) nicht durch p2 teilbar.

Frage beantwortet
Euler1000

Euler1000 aktiv_icon

14:55 Uhr, 03.12.2020

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Danke !!