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Kombinatorische Probleme

Schüler

Tags: Kombinatorik, poker

 
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Sabine2

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16:33 Uhr, 14.06.2012

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Hallo,

diesmal komme ich mit Problemen aus der Kombinatorik:

a) Wie viele Möglichkeiten gibt es, beim Pokerspiel mit 32 Karten (8 Werte in 4 Farben) ein Full-House (drei gleiche Werte und zwei gleiche Werte) zu erhalten?

Lösung:
Ich habe 8 Möglichkeiten (für einen Wert), der dreimal auftauchen soll und 7 für den Wert, der zweimal auftauchen soll, also halte ich schonmal 87=56 fest.

Dann brauche ich 3 Karten aus den 4 eines Wertes bzw. 2 aus den 4 eines anderen Wertes. Die Reihenfolge, in der ich die Karten ziehe, ist vollkommen egal. Somit erhalte ich insgesamt 87(43)(42)=1344 Möglichkeiten.

b) Wie viele Möglichkeiten gibt es dafür, dass sich ein Full-House Blatt (z.B. dreimal die 9 und zweimal ein König) durch Tausch von zwei Karten auf einen Poker (4 gleiche Werte) verbessert?

Ansatz: Es gibt hier zwei Fälle zu unterscheiden:
(i) Die beiden Könige werden durch eine 9 (wofür es eine Möglichkeit gibt, denn die restlichen 3 neunen liegen im Blatt) und eine andere Karte ersetzt. Aber wieviele andere Mögliche Karten habe ich noch?
(ii) Zwei von den drei neunen werden durch 2 Könige ausgetauscht. Hierfür müsste es dann aber wieviele Möglichkeiten geben? (Ich vermute stark (32), kann es aber nicht begründen.)

c) Wieviele 9-stellige Zahlen haben 9 verschiedene Ziffern?

Lösung: 99!=3265920 (streng genommen 99!1!)

d) Wieviele 9-stellige Zahlen haben genau 4 gerade Ziffern?

e) Wieviele 9-stellige Zahlen haben mindestens 5 Nullen?

Ich höffe ihr könnt meine Lösungen bestätigen und meine Fragen beantworten. Zu d) und e) habe ich überhaupt keine Ideen, würde mich über Ansätze sehr freuen :-)

Sabine


Für alle, die mir helfen möchten (automatisch von OnlineMathe generiert):
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prodomo

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07:22 Uhr, 15.06.2012

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Bei c) bis e) scheint mir, dass du nicht bedacht hast, einen Unterschied zwischen der ersten Ziffer ( 1 bis 9 möglich) und den anderen (0 bis 9) zu machen. Eine Zahl kann nicht mit 0 beginnen ! Weiter kann ich dir jetzt nicht helfen, die Schule ruft. Bis dann..
Sabine2

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08:25 Uhr, 15.06.2012

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Okay, von c) bis e) habe ich ja auch nur c) bearbeitet.
Für die erste Ziffer gibt es 9 Möglichkeiten (1,2,3,4,5,6,7,8,9), für die zweite Ziffer dann aber auch 9 (die 0 kommt hinzu, aber die Zahl, die die erste Ziffer hat, fällt weg), für dir dritte dann 8, für die vierte 7,..., für die neunte 2. Umd demnach erhalte ich 99! Möglichkeiten für c).

Kann natürlich sein, dass das falsch ist, aber ich finde, das macht durchaus Sinn.

Zu d) und vor allem zu e) habe ich überheupt keine Idee.
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prodomo

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12:13 Uhr, 15.06.2012

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Zu d)
die Zahlen bestehen entweder aus einer ungeraden Anfangsziffer ( 5 verschiedene) und einem "Schwanz " mit 4 geraden von 8 möglichen oder aus einer geraden Anfangsziffer (4 verschiedene) und einem Schwanz mit 3 von 8. Alle geraden Ziffern sind gleichberechtigt und dürfen an den Popsitionen 2 bis 9 auch mehrfach vorkommen.
Möglichkeiten, aus 8 Positionen 4 für gerade Besetzung auszusuchen, sind (84). Entsprechend sonst (83).
Also u+{4g,4u} gibt 5(84)54+54=136718750
g+{3g,5u54} gibt 4(83)5355=87500000
zusammen 224.218.750
zum Vergleich: insgesamt gibt 9108 9-stellige Zahlen, also etwas mehr als viermal so viele. Da die Wahrscheinlichkeit für u und g fast gleich ist, müsste ca. 14 herauskommen, das passt also.
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prodomo

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12:20 Uhr, 15.06.2012

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Auch bei e) wieder Kopf und Schwanz betrachten. Der Schwanz muss mindestens 5 Nullen enthalten. Dazu müssen von den 8 Positionen 5 (dann 6, usw.) ausgesucht werden, an denen sie stehen sollen. Die anderen Plätze können jeweils mit 9 anderen Ziffern besetzt werden.
5 Positionen aussuchen: (85)=56
6 Positionen (82)=28
7 Positionen :8
8 Positionen :1
Es gibt also 5693+2892+89+1=204121 "Schwänze", die jeder zu einem der 9 Köpfe zugeordnet werden können. Daher gibt es 1837089 Zahlen mit mindestens 5 Nullen
Sabine2

Sabine2 aktiv_icon

15:55 Uhr, 15.06.2012

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Wunderbar, vielen lieben Dank!

Frage zu d):
Du meinst sicher 5(84)5454 (statt +54, dein Ergebnis spricht eh dafür)
Und noch etwas: Die 5 weil es 5 Möglichkeiten für die erste Zahl gibt. Der Binomialkoeffizient, weil es so viele Möglichkeiten gibt, 4 Ziffern auf 8 Stellen anzuordnen (wobei die Reihenfolge in diesem Fall egal ist, weil es ja nur darum geht, dass die Zahl 4 gerade Ziffern hat und nicht darum, wo sich diese befinden.) Dann gibt es für jede gerade Ziffer noch 5 Möglichkeiten, deswegen die 54. Für die ungeraden Zahlen gibt es auch jeweils 5 Möglichkeiten, also auch 54. Muss ich aber nicht hier noch die Möglichkeiten mit reinbringen, wie sich die 4 ungeraden Ziffern anordnen können?

Frage zu e):
Der Rechenweg ist wunderbar nachvollziehbar. Bist du sicher, dass deine Ergebnisse stimmen? Mein Taschenrechner liefer mit zunächst 43165 für die "Schwänze" und dann 388485 Möglichkeiten insgesamt.

Und Frage b) fehlt mir leider noch. Bis auf meinen Ansatz bin ich da nicht weiter.
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prodomo

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12:10 Uhr, 16.06.2012

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Ja, das "+" ist ein Tippfehler. Wenn du die 4 Positionen ausgesucht hast, an denen die geraden Ziffern stehen sollen, sind die restlichen 4 doch automatisch für die ungeraden vorgesehen.
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prodomo

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12:22 Uhr, 16.06.2012

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Nachfrage zu b):2 Karten tauschen. Heißt das, man gibt zunächst 2 zurück und erhält dafür 2 neue oder man bekommt zunächst 2 neue und muss dann 2 alte ablegen ? Eigentlich macht nur das erste Sinn, aber ich verdiene mein Geld nicht als Berufsspieler.....
Dann wäre es ja die aussichtsreichere Aktion, die beiden Karten aus dem Paar wegzulegen. In diesem Fall gibt es nur eine einzige passende Ergänzungskarte + eine beliebige weitere Karte, die man im Austausch erhält. Die Frage nach der Zahl der Möglichkeiten muss hier gestellt werden als " Wie viele neu erhaltene Paare sind theoretisch möglich", denn im realen Fall hängt dies von der Zahl der Mitspieler ab. Hier wären es also 26, denn die 5 Karten auf der Hand scheiden ja aus.
Natürlich könnte man auch zwei Karten aus dem Dreier weglegen, obwohl die Wahrscheinlichkeit eher dagegen spricht. Dann gibt es nur eine einzige Verbesserung, nämlich ein passendes Paar.
Sabine2

Sabine2 aktiv_icon

13:12 Uhr, 16.06.2012

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Okay, bei b) komme ich dann auf (11)(261)+(32)(22)=29 Möglichkeiten.

Ja, das dachte ich anfangs auch. Also wenn ich 4 Positionen für die geraden Ziffern habe, bleiben ja die restlichen 4 für die ungeraden Ziffern. Aber es gibt dann doch wieder andere Möglichkeiten, die 4 ungeraden Zahlen auf die restlichen 4 Plätze zu verteilen. Oder spielt dies keine Rolle, da es nur darum geht, dass genau 4 gerade Zahlen vorkommen, egal wo welche steht?
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