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Konvergenz einer Reihe mit Quotientenkriterium

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Folgen und Reihen

Tags: Folgen und Reihen

 
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mathelow123

mathelow123 aktiv_icon

20:18 Uhr, 15.10.2013

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Hallo liebes Onlinemathe-Forum!

Gerade behandeln wir die Konvergenz von Reihen, und ich habe eine Frage dazu, da ich mir gar nicht sicher bin.

Wäre nett, wenn mal jemand drüber schauen würde!


Geg. ist Folgende Reihe:

Die Aufgabe ist es, sie auf Konvergenz zu untersuchen.
Ich habe das zwar soweit ausgerechnet, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob das überhaupt stimmt bzw. man das Quotientenkriterium hier überhaupt benutzen kann.

fk=k=11k(k+1)

Mit dem Quotientenkriterium komme ich auf k2+kk2+3k+2.

Da ja für jedes k0 gilt: k2+kk2+3k+2 und somit 0k2+kk2+3k+21, aber für fast alle negativen k dies nicht gilt, konvergiert fk nicht.

Kann man das so erklären, bzw. stimmt das überhaupt? (Hoffentlich wenigstens ansatzweise).



Danke schonmal im Vorraus!

MfG

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Bummerang

Bummerang

08:13 Uhr, 16.10.2013

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Hallo,

beim Quotientenkriterium muss der Grenzwert von an+1an kleiner als 1 sein. Also nicht kleiner oder gleich, auch nicht ohne Grenzwert! Wenn ihr die harmonische Reihe schon als divergent bewiesen habt, wäre die für eine Minorante tauglich!
mathelow123

mathelow123 aktiv_icon

11:06 Uhr, 16.10.2013

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Ok, danke!
Aber der Grenzwert der Wurzelgleichung die ich am ende raus hab hat ja den Grenzwert 0, lässt sich das dann nicht mit dem quotientenkriterium machen?

Danke für den Tipp mit der minorante, werde wenn ich daheim bin mal versuchen.
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Bummerang

Bummerang

11:46 Uhr, 16.10.2013

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Hallo,

"Aber der Grenzwert der Wurzelgleichung die ich am ende raus hab hat ja den Grenzwert 0 ..."

Die Ungleichung

0k2+kk2+3k+21

führt zwar beim Grenzübergang zu der Ungleichung

0limk+k2+kk2+3k+21

Aber das sagt doch noch lange nicht, dass der Grenzwert gleich Null wäre! Und der Grenzwert ist auch nicht Null. Der Grenzwert ist 1 und das Quotientenkriterium sagt dann, dass es nicht weiss, ob die Folge konvergiert oder nicht. Wäre der Grenzwert kleiner 1, nur zur Sicherheit noch mal extra betont: echt kleiner als 1, dann würde die Folge konvergieren. Wäre der Grenzwert größer als 1, auch wieder echt größer, dann würde sie divergieren. Bei "gleich 1" ist das Quotientenkriterium nicht aussagefähig, wie auch in diesem Fall.

Aber mit der harmonischen Reihe als divergenter Minorante funktioniert es problemlos.
mathelow123

mathelow123 aktiv_icon

17:47 Uhr, 16.10.2013

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Alles klar, dankeschön :-)
Also nehme ich

1k(k+1)>1(k+1)(k+1)=1(k+1)2=1k+1

Ich will aber auf 1k kommen, (denn dann wäre ja meine Reihe laut Minorantenkriterium auch divergent) was mach ich da?

Also 1k+1<1k, aber am ende will ich wenn möglich auf


1k(k+1)>1k oder sowas kommen, sodass ich anhand der Minorantenkriteriums die Divergenz erkenne.

Wer kann helfen?

MFG
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Respon

Respon

23:08 Uhr, 16.10.2013

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k=11k+1
ist ebenfalls divergent.
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Bummerang

Bummerang

10:46 Uhr, 17.10.2013

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Hallo,

mal etwas zum Hintergrund der kurzen Antwort von Respon: Die reellen Zahlen sind bzgl. der Addition abgeschlossen, d.h. addiert man zwei reelle Zahlen, dann erhält man als Ergebnis eine reelle Zahl. In Deiner Summe addierst Du zwar nur rationale Zahlen, aber durch den Grenzübergang (Summe bis unendlich) kann am Ende doch eine reelle Zahl herauskommen, wenn die Reihe konvergiert, da die rationalen Zahlen dicht in den reellen Zahlen liegen. Deshalb muss man die Abgeschlossenheit der reellen Zahlen als Grundlage hernehmen.

Jetzt weiss man, dass k=11k+1=k=21k ist (simple Indexverschiebung) und dass k=11k divergent ist. Es gilt aber:

k=11k=11+k=21k

Der erste Summand auf der rechten Seite ist definitiv innerhalb der reellen Zahlen. Wäre der zweite Summand ebenfalls aus den reellen Zahlen, dann wäre die Summe wegen der Abgeschlossenheit auch in den reellen Zahlen. Die Summe ist aber, wie man bereits weiss, nicht in den reellen Zahlen, also kann die Annahme, dass beide Summanden der rechten Seite reelle Zahlen wären falsch. Da, wie bereits gesagt, der erste Summand eine reell Zahl ist, kann der zweite Summand keine reelle Zahl sein.

Allgemein sagt man deshalb: Von einer divergenten Reihe kann man beliebig viele Summanden weglassen, wenn es nur endlich viele Summanden sind. Die daraus entstehende verkürzte Reihe ist wieder divergent!
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