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Hallo,
ich habe zwei Werte wie folgt und EA kJ/mol. Aus Genauigkeitsgründen möchte ich auch die resultierende Geschwindigkeitskonstante
exp(-EA/ (RT)).
mit Fehler Delta(k)angeben. Einerseits ist die Angabe der ersten Dezimalstelle beim Wert sinnlos, weil der Fehler größer 1 ist. Es ist andererseits klar, dass für den berechneten Fehler von die Fehlerangabe sinnlos wäre, da der Fehler bereits größer 1 ist und somit die erste Dezimalstelle sinnlos. Ich habe gelesen, dass bei der Fehlerrechnung der Fehler immer aufgerundet werden muss.
Was also ist die korrekte Angabe am Ende? Muss ich (oder müsste ich auch . auf aufrunden und ebenso auf 2? Bei aufrunden erscheint mir merkwürdig... Müsste ich also angeben oder wäre die Antwort .
Zum anderen müsste ich und den Fehler von berechnen. Hierbei stellt sich dann auch die Frage, welche Werte zu verwenden wären.
Ich stelle die Frage hier, da ich sicher sein muss, dass meine Angabe in meinem wissenschaftlichen Artikel korrekt sein wird.
bis dann
Thommy7571
Für alle, die mir helfen möchten (automatisch von OnlineMathe generiert): "Ich möchte die Lösung in Zusammenarbeit mit anderen erstellen." |
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Hallo Du erklärst (mindestens für mich) ein wenig konfus. Ich versuche mal zu sortieren, was ich glaube, verstehen zu dürfen. Wenn dann liegt zwischen k_0min k_0max
Entsprechend liegt EA zwischen EAmin kJ/mol] EAmax kJ/mol]
Das was du dann beschreibst, scheint eher den Wert zu betreffen. Wenn warum schreibst du dann nicht einfach auch ? Das jetzt irgendwie runden zu wollen macht die Sache doch nicht genauer oder verständlicher.
Getrennt davon sollten wir betrachten, wie du andeutest, dass du noch irgendwie einen Fehler für beschreiben willst. Dazu müsstest du ja verstehen lassen, was "RT" ist. Ist das die Gaskonstante ? Wenn ja, ist das dann eine weitere Variable vielleicht für die Temperatur? Solange du uns nicht wissen lässt, was die Dinge sind, können wir auch in deinem funktionalen Zusammenhang keine Konstante erkennen, und nicht wirklich weiter helfen.
Prinzipiell ist die Vorgehensweise doch stets die selbe simple: Wenn du in einem formalen Zusammenhang Fehler-Intervalle für Eingabedaten hast, dann kannst du prinzipiell stupide alle Kombinationen an Minimal- und Maximal-Werten durchrechnen, das größte Ergebnis ist natürlich der Größtwert für den Ergebniswert, das kleinste Ergebnis ist natürlich der Kleinstwert für den Ergebniswert.
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Hallo,
ja ist die Gaskonstante und ist eine beliebige Temperatur in Kelvin. Irgendwie scheint die Darstellung komisch gewesen zu sein, jetzt ist sie aber OK. Die Werte und sind einfach Rechenergebnisse bzw. Messergebnisse.
Ich schreibe nicht weil das falsch wäre. Wenn der Fehler bereits größer 1 ist, dann sind alle Stellen dahinter noch unsicherer. Dies gilt auch für die Zahl selbst. Wenn eine Zahl einen Fehler von 1 hat, ist die erste Dezimalstelle bereits unsicher. Wenn man das also in einem Artikel schreibt, wird man von jedem Sachkundigen gewöhnlich sofort ausgebuht..
Erhält man . aus einer Rechnung den Wert und aus der Fehlerrechnung den Wert könnte man geneigt sein zu schreiben:
, was aber unsinnig wäre.
Soweit ich das gelernt habe, sollte ein Ergebnis immer nur mit soviel Dezimalstellen angegeben werden, wie gesichert sind. Der Fehler gibt dann (zumindest bei einer signifikanten Stelle) die Ungenauigkeit der letzten Stelle an, . Dies heißt ja sind sicher, die letzten können theoretisch um danebenliegen (nach oben oder unten). Unklar ist mir allerdings noch, warum manche mit einer signifikanten Stelle und andere mit zwei signifikanten Stellen arbeiten. So habe ich an anderer Stelle auch als angeblich richtige Angabe . gefunden mit dem Hinweis, dass dort dann 2 signifikante Stellen verwendet wurden. Warum, blieb aber unklar.
Offenbar abhängig von der Zahl der signifikanten Stellen kann man also schreiben oder
Thommy7571
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Richtig und unterstützenswert ist, dass man nicht mehr Stellen schreiben soll, als man ungefähr auch weiß, ahnt und abgesichert hat. Im Alltag ist man da aber nicht so streng. Oft weiß man ja nicht, wie viele Stellen Genauigkeit gegeben sind. Insbesondere im Umgang und Kommunikation ist es doch deutlich typischer, dass die Gesprächspartner sich Zahlen und Daten austauschen, ohne wirklich eine Fehlertoleranz zu benennen. Dann muss man schon mit gesundem Menschen- und Sachverstand einschätzen, ob oder in wie weit die Zahlenangaben und Stellenzahl verlässlich und plausibel sind.
"Ich schreibe nicht weil das falsch wäre." Das ist nicht grundsätzlich falsch. Wenn du diese Werte und Genauigkeiten einschätzt und belegen kannst, dann ist das die richtigste Angabe, die du tätigen kannst. Du lässt uns hier im Forum im Unklaren, was daran falsch sein soll, oder wo deine Unsicherheit im Grunde liegt. Meine beste Vermutung ist, dass dich verunsichert, dass der Wert drei Nachkommastellen besitzt, der Wert nur eine Nachkommastelle besitzt. Ja, dann wäre sicher geeigneter, wenn du eher drei Nachkommastellen vertraust, geeigneter, wenn du eher nur einer Nachkommastelle vertraust. Zwei Stellen Differenz zwischen den Stellenzahlen wäre sicherlich schon ein wenig argwönisch. So streng, wie du das hier aber ansprichst wird das in der Praxis nicht so schnell jemand nehmen.
"Erhält man . aus einer Rechnung den Wert und aus der Fehlerrechnung den Wert könnte man geneigt sein zu schreiben: 1,05432±0,3333m , was aber unsinnig wäre." Das ist nicht grundsätzlich falsch. Wiederum, wenn du diese Werte und Genauigkeiten einschätzt und belegen kannst, dann ist das die richtigste Angabe, die du tätigen kannst. Du lässt uns hier im Forum im Unklaren, was daran falsch sein soll, oder wo deine Unsicherheit im Grunde liegt. In dem Fall hat der eine Wert 5 Nachkommastellen, der andere Wert 4 Nachkommastellen, nicht perfekt, aber keineswegs unpraktisch oder gar 'ausbuhenswert'.
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OK danke.Für meinen Artikel muss ich aber selbst mindestens so streng sein, wie die, die ihn lesen (die sind es meist ziemlich) und befürworten sollen. Immerhin weiß ich jetzt, dass ich auch die Ergebnisse und Fehler mit jeweils 2 signifikanten Stellen angeben kann. Diese zu rechtfertigen, ist vermutlich eine andere Geschichte. (mir noch etwas unklar)
Für die Berechnung des Fehlers habe ich (dk/dk0)* (dk/dEA)*Delta(EA) gebildet.(EA in kJ) und die Ableitungen nach der Produktregel.
(dk/dk0)*Delta(k0) = (EXP(-(EA*1000)/R_/(T+273,15)))*Delta(k0) (dk/dEA)*Delta(EA) = EXP(-(EA*1000)/R_/(T+273,15))*EXP(lnk0)/R_/(T+273,15)*Delta(EA)*1000
(Formel in Excel mit Zellen durch Werte substituiert_ ist Univ. Gaskonstante)
Zum einen würden diese Werte einen igen Fehler ergeben, zum anderen würde dieser von meinen bisherigen Rechnungen (mit je minimalem und maximalem Wert für und EA) abweichen.
Sieht jemand einen Fehler?
Zum anderen bin ich mir noch nicht sicher, ob ich das als statistische Werte oder als normalen Messfehler auffassen sollte, also Wurzel der Summe aus Quadraten bilden oder nur wie oben addieren.
Thommy7571
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dk/dk_0 = exp(-EA/(R*T))
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Stimmt, habe ich korrigiert. Der Fehlerwert ist immer noch sehr hoch.
Mit der größten Aktivierungsenergie und dem kleinsten lnk0 ergibt sich der kleinste k-Wert. Die Differenz zum Mittelwert ist aber kleiner als der berechnete Fehler... Hat jemand eine Idee, wo der Fehler liegt?
Thommy7571
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Die Fehler-Formel dF = dF/dk dk beschreibt ja eine lineare (proportionale) Abhängigkeit. Die stimmt schon einigermaßen, insbesondere in der nahen Umgebung des Entwicklungspunkts.
Du deutest hier größere Fehler an, insbesondere für nicht-lineare exponetielle Zusammenhänge für den Exponenten. Da sind größere 'Fehler' dann schnell unpräzise. Die zweitere Vorgehensweise mit der Extremwertrechnung aus der ungünstigsten Kombination der Größt- / Kleinst-Werte ist in jedem Fall prinzipiell richtig.
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Ja, das stimmt. Im Prinzip bin ich schon etwas weitere gekommen, weil ich vorher versehentlich wohl nicht die richtigen Werte kombiniert hatte. Deswegen war - wie ich ursprünglich geschrieben hatte - der Fehler viel kleiner als er gemäß der Fehlerrechnung hätte sein sollen. Das ist auch schon bereits ein Fortschritt, weil ich jetzt weiß, dass meine bisherigen Angaben falsch und die mit einer bestimmten Methode gefundenen Werte viel ungenauer sind als gedacht..
Allerdings weicht der gefundene Fehler immer noch stark ab, was ja auch nicht normal ist, so dass ich keine korrekte Angabe zum Fehler machen kann. Außerdem finde ich vor allem aber irgendwie unterschiedliche Abweichungen nach unten und nach oben, daher meine unpräzise Ausdrucksweise. Ich weiß irgendwie nicht mehr weiter und bin irgendwie auch fix und fertig - obwohl es gar nicht so heiß wie die letzten Tagt ist... Bin für jede Hilfe dankbar.
Thommy7571
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ledum 
16:14 Uhr, 20.08.2022
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Was du schreibst ist zu ungenau um dir wirklich zu helfen , wie findest du unterschiedliche Fehler nach unten und oben? Die Fehler, die man mit seiner Messung Fehlerrechnung ehrlicherweise angeben muss sind oft weit von der Entfernung vom Literaturwert entfernt, Insbesondere erzielt man mit manchen Praktikumsversuchen beinahe die Literaturwerte, die Fehler aber sind rechnerisch sehr groß. Du solltest also sagen was du genau gemessen hast, Unsicherheit der verwendeten Instrumente oder hauptsachlich Unterschiede bei Mehrfachmessung usw. Gruß ledum
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Ich habe den kleinsten lnk0 Wert (also lnk0 - Fehler) mit der höchsten Aktivierungsenergie (also Aktivierungsenergie Fehler) kombiniert und umgekehrt.
Werte und Fehler resultieren aus experimentellen und simulierten Messkurven. Wie gesagt, es ist wichtig, weil ich die Angaben später publizieren werde.
Thommy7571
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ledum 
16:22 Uhr, 21.08.2022
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du redest von "publizieren" geht es um eine Bachelor oder Masterarbeit? dann frag deinen Betreuer. oder sieh dir in andere Arbeiten an, was bei euch üblich ist. ledum
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Nein, in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Ich habe noch nie dieses Problem gehabt. Wenn ich eine derartige Möglichkeit hätte, würde mich nicht an Mathe online wenden.
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