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Polynome: ggT, lineare Abbildung, Abbildungsmatrix

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Eigenwerte

Tags: Abbildungsmatrix, Eigenwert, ggT, Linear Abbildung

 
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Willy123

Willy123 aktiv_icon

10:56 Uhr, 07.03.2024

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Sei m ∈ Q[X] \ Q und R = Q[X]/mQ[X].
a) Zeigen Sie, dass für jedes fixe p ∈ Q[X] die Funktion Mp : R → R mit Mp([q]∼) := [pq]∼ eine lineare Abbildung ist.
b) Zeigen Sie: für alle p ∈ Q[X] gilt gcd(p, m) = 1 ⇐→ ker Mp = {[0]∼}.
c) Geben Sie für die spezielle Wahl m = X3 − X + 1 und p = X2 + 3X + 2 die Abbildungsmatrix von Mp bezüglich der geordneten Basis ([1]∼, [X]∼, [X2]∼) von R an.


Ich verstehe schon die Räume, die ganz zu Beginn genannt werden nicht ganz. Ist m ein Element von Q[X] ohne Q, und das zweite ist ein Quotientenraum?

Bei a) fehlt mir nur noch, dass ich die Abgeschlossheit bei der Multiplikation beweise. Wie kann ich das machen?

Bei b) fehlt mir leider total der Ansatz

Und bei c) bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich es richtig verstehe. Warum brauche ich da das m?

Für alle, die mir helfen möchten (automatisch von OnlineMathe generiert):
"Ich möchte die Lösung in Zusammenarbeit mit anderen erstellen."
Hierzu passend bei OnlineMathe:

Online-Übungen (Übungsaufgaben) bei unterricht.de:
 
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ledum

ledum aktiv_icon

12:59 Uhr, 07.03.2024

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Hallo
Deine Formeln mit den § Zeichen sind für mich unlesbar. Was wird bei eich mit [pq] bestimmt?
deine Interpretation von m Und R finde ich richtig .
Gruß ledum
Willy123

Willy123 aktiv_icon

13:08 Uhr, 07.03.2024

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Entschuldigung, das ist mir gar nicht aufgefallen. Hier noch einmal richtig.

a) Zeigen Sie, dass für jedes fixe pQ[X] die Funktion Mp :RR mit Mp([q]) := [pq] eine lineare Abbildung ist.
b) Zeigen Sie: für alle pQ[X] gilt gcd(p,m)=1 genau dann, wenn ker Mp ={[0]}.
c) Geben Sie für die spezielle Wahl m=X3-X+1 und p=X2+3X+2 die Abbildungsmatrix von Mp bezüglich der geordneten Basis ([1],[X],[X2] von R an.

Mit den eckigen Klammern sind immer Äquivalenzklassen gemeint, ich finde das richtige Zeichen nicht.
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michaL

michaL aktiv_icon

19:53 Uhr, 07.03.2024

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Hallo,

also: Ich nehme an, dass mit Q eigentlich gemeint sein soll.
Dann handelt es sich bei [x] zwar auch um einen (-) Vektorraum, mehr noch, auch um einen Ring, genauer: einen euklidischen Ring (mit der Gradfunktion als Bewertungfunktion).

Damit geht es bei [x]/m[x]=:R also um einen (Quotienten-) Ring.

a) muss ja nur nachgerechnet werden: Mp(αf+βg)=

Bei b) brauchst nur das Lemma von Bezout, nachdem es k,lR gibt mit km+lp=1 (konstantes Polynom).
Sicher muss man bei alledem stets korrekt mit den Restklassen umgehen, aber das bekommt man schnell hin.

Zu c): Auch das ist eine oft auftretende Aufgabe.
Du könntest hier schlicht mal rechnen. (Oder ist schon das das Problem?)
Wenn dir das mit Vektoren leichter von der Hand geht, kannst du ja R koordinatisieren und (100):=[1], (010):=[x] bzw. (001):=[x2] verwenden.

Mfg Michael
Willy123

Willy123 aktiv_icon

11:07 Uhr, 08.03.2024

Antworten
Ok danke! a) habe ich jetzt.

Bei b) bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie ich da jetzt weitermachen soll. Mein Ansatz soweit:
Wenn ich annehme, dass das ggT(p,m)=1 ist und den Kern zeigen möchte, dann sage ich, [pq] muss 0 sein, also ist entweder [p] oder [q]=0. Kann ich damit irgendetwas anfangen? Und dann weiß ich noch, dass a[p]+b[q]=1. Kann ich daraus jetzt irgendwie zeigen, dass [q]=0 oder ist das ganz falsch? Bei der anderen Richtung habe ich überhaupt keine Idee :
Willy123

Willy123 aktiv_icon

11:19 Uhr, 08.03.2024

Antworten
Un zu c): In der Angabe kommt bei m ja ein X3 vor, das ist aber nicht in der Basis, wie kann ich damit umgehen? Wenn ich in Vektoren rechne, kann ich dann auch wie bei Vektoren multiplizieren, wenn ich mir [pq] ausrechne? Dann würde ich ja eine 3x3 Matrix bekommen.
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michaL

michaL aktiv_icon

11:33 Uhr, 08.03.2024

Antworten
Hallo,

also: ggT(p,m)=1 bedeutet, dass α,βQ[x] existieren, sodass αp+βm=1 in [x] gilt.

Gehst du in dieser Gleichung zu mod m über, heißt dies einfach, dass [α][p]=[1] (dann also in R) gilt.
Mit anderen Worten: Die Multiplikation mit [p] in R ist invertierbar, d.h. es gilt [p]-1=[α].

Demnach folgt doch dann aus [0]=Mp([q])=[pq]=[p][q], also kurz aus [0]=[p][q], dass schon [q]=[0] gilt. (Was die Injektivität von Mp bedeutet.)

Ist Mp umgekehrt injektiv, so auch surjektiv und damit bijektiv, da R ja als Vektorraum endlich-dimensional ist (die Dimension ist gerade gleich deg(m)).

Demnach gibt es ein [α]R, sodass [1]=Mp([α]) gilt.
In kompletter Schreibweise in R hieße das: [1]=[α][p].
In Schreibweise in Q[x] heiße das: 1-αpm[x], d.h. es gibt ein β[x], sodass 1-αp=βm bzw. αp+βm=1 gilt.
Daraus folgt aber schon, dass p und m teilerfremd sind. Denn: [x]-Linearkombinationen von p und m bilden ein Ideal in [x].
Da [x] euklidisch ist, ist dieses Ideal inbesondere ein Hauptideal t[x] für geeignetes t. Wegen 1t[x] folgt t1.
1t gilt ohnehin, sodass t eine Einheit ist.
Das Lemma von Bezout sagt dann aus, dass der ggT von p und m eine Einheit ist. (Welche, ist irrelevant.)
Also gilt ggT(p,m)=1.

Ich verwende hier schon eine Menge über Ringe, Vektorräume, Ideale, Assoziiertheit etc.
Ich hoffe, das darf als bekannt vorausgesetzt werden?!

Mfg Michael
Willy123

Willy123 aktiv_icon

11:46 Uhr, 08.03.2024

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Danke!
Ein paar Fragen habe ich dazu noch:

Bei "Demnach folgt doch dann aus [0]=Mp([q])=[pq]=[p][q], also kurz aus [0]=[p][q], dass schon [q]=[0] gilt.": Warum weiß ich hier, dass [q]=[0] und nicht [p]=[0]?

Ideale kenne ich leider noch nicht, deswegen habe ich nach der Bijektivität den Beweis nicht mehr verstanden. Beginnt nach der Bijektivität der Beweis in die Rückrichtung? Warum weiß ich da schon, dass [1]=Mp([α])?
Antwort
michaL

michaL aktiv_icon

12:01 Uhr, 08.03.2024

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Hallo,

weil ggt(p,m)=1 vorausgesetzt war und m1 wegen m[x]\ nicht sein kann.

Mfg Michael
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Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

19:24 Uhr, 08.03.2024

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c)

Es gilt

Mp([1])=[p1]=[x2+3x+2],

Mp([x])=[px]=[x3+3x2+2x]=[3x2+3x-1]

     (denn (px)modm=3x2+3x-1 wegen

    (x3+3x2+2x):(x3-x+1)=1   Rest   3x2+3x-1  ),

Mp([x2])=[px2]=[x4+3x3+2x2]=[3x2+2x-3]

     (denn (px2)modm=3x2+2x-3) wegen

    (x4+3x3+2x2):(x3-x+1)=x+3   Rest   3x2+2x-3  ).

Somit ist

MBB(Mp):=(2-1-3332133)

die Abbildungsmatrix von Mp bezüglich der Basis B:=([1],  [x],  [x2]).


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Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

00:17 Uhr, 09.03.2024

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b)

():

Es gelte ggT(p,m)=1.

Nach dem Lemma von Bezout gibt es somit u,vQ(x), sodass up+vm=1.

Gelte nun Mp([q])=[pq]=[0] für ein qQ(x).

Dann gibt es ein kQ(x), sodass pq=km   (denn (pq)modm=0)

und es folgt

pq=km

upq=ukm

(1-vm)q=ukm

q=(uk+qv)m.

qmodm=0.

Also gilt [q]=[0] und somit Kern (Mp)={[0]}.


(<=):

Sei Kern (Mp)={[0]}.

Angenommen, g:=ggT(p,m)1   (insbesondere Grad (g)1).

Dann gilt Mp([mg])=[(mg)p]=[m(pg)]=[0]   (denn (mpg)modm=0),

also [mg] Kern (Mp), aber [mg][0]  ( denn (mg)modm=(mg)0),

im Widerspruch zu Kern (Mp)={[0]}.

Also gilt doch ggT(p,m)=1.



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michaL

michaL aktiv_icon

03:52 Uhr, 09.03.2024

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Hallo,

@KartoffelKäfer: indirekte Beweise mit Widerspruch zur Annahme gehen auch immer direkt, meist dann etwas kürzer:

Sei g;=ggT(p,m).
Wegen m, kann nicht g=0 gelten.

Sei q:=mg ([x], da gm), dann folgt (wie du zeigst), dass Mp([q])=[0], also wegen Injektivität [q]=0, d.h. mgm[x], also mmg bzw. mgm.
Wegen mmg offensichtlich also mgm, ergo g Einheit, was zu zeigen war.

Mfg Michael
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Randolph Esser

Randolph Esser aktiv_icon

18:36 Uhr, 09.03.2024

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a)

Mp ist linear, denn für alle k,lQ,[a],[b]R gilt

Mp(k[a]+l[b])=Mp([ka+lb])=[p(ka+lb)]=k[pa]+l[pb]=kMp(a)+lMp(b).

Das folgt aus den Definitionen

k[a]:=[ka],[a]+[b]:=[a+b],[a][b]:=[ab]

für alle kQ,a,bQ(x).

Hinterfragen könnte man hier nun deren Wohldefiniertheit, also,

dass für alle kQ und a,a',b,b'Q(x) mit [a]=[a'],[b]=[b'] gilt:

(I)  [ka]=[ka'],(II)  [a+b]=[a'+b'],(III)  [ab]=[a'b'].

Beweise hierfür:

(I): Aus [a]=[a'] folgt a-a'=rm für ein rQ(x)

und somit ka-ka'=(kr)m, also [ka]=[ka'].

(II): Aus [a]=[a'],[b]=[b'] folgt a-a'=rm für ein rQ(x) sowie b-b'=sm für ein sQ(x)

und somit (a+b)-(a'+b')=(a-a')+(b-b')=(r+s)m, also [a+b]=[a'+b'].

(III): Aus [a]=[a'],[b]=[b'] folgt a-a'=rm für ein rQ(x) sowie b-b'=sm für ein sQ(x)

und somit ab-a'b'=a(b'+sm)-(a-rm)b'=(as+rb')m, also [ab]=[a'b'].

Frage beantwortet
Willy123

Willy123 aktiv_icon

18:45 Uhr, 10.03.2024

Antworten
Danke!!