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Punkte auf Bahnkurven

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Tags: Trigonometrie, Vektorrechnung

 
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anonymous

anonymous

17:58 Uhr, 06.07.2023

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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem die Kinematik von zwei Punkten zu beschreiben, die sich jeweils auf einer Bahnkurve bewegen (siehe Skizze). Gegeben sind die beiden Bahnkurven B1 und B2 sowie der Abstand der Punkte d. Der Abstand d soll dabei auch ein konstanter Wert sein. Nun möchte ich gerne eine mathematische Beschreibung von r2 in Abhängigkeit von r1 haben.
Hat jemand eine Idee wie man das lösen könnte oder zumindest einen Tipp wie man hier vorgehen könnte?

LG Daniel

Skizze
Hierzu passend bei OnlineMathe:
Sinus (Mathematischer Grundbegriff)
Kosinus (Mathematischer Grundbegriff)
Trigonometrie (Mathematischer Grundbegriff)
Tangens (Mathematischer Grundbegriff)
Rechenregeln Trigonometrie

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Roman-22

Roman-22

19:12 Uhr, 06.07.2023

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Und was genau sollen r1 und r2 denn sein?
Die Bahnradien der Viertelkreise von B1 und B2 sind es ja offenbar nicht, denn dann wären sie ja bekannt, konstant und es wäre sinnlos nach gegenseitigen Abhängigkeiten zu fragen.
anonymous

anonymous

19:42 Uhr, 06.07.2023

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Hallo Roman,

auf den Viertelkreisen sind r1 und r2 genau die beiden Radien der Kreise. Aber in der Position, die skizziert ist, befindet sich ja beispielsweise P1 noch auf einem geraden Stück. Dort ist r1 folglich größer als der Radius des kleineren Kreises. Aber du hast natürlich Recht auf den Viertelkreisen selbst ist die Aufgabenstellung trivial. Schwierig wird die Aufgabenstellung erst aufgrund der Tatsache, dass sich die Punkte auf Bahnkurven bewegen, die auch gerade Abschnitte enthalten.

Antwort
ledum

ledum aktiv_icon

19:59 Uhr, 06.07.2023

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Was weiss man denn über die Bewegung? Geschwindigkeit konstant, gleich oder??
ledum
anonymous

anonymous

20:14 Uhr, 06.07.2023

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Die Geschwindigkeit oder auch ob die Geschwindigkeit konstant oder variabel ist, spielt für mich eigentlich keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Punkte sich auf ihrer Bahnkurve bewegen und der Abstand zwischen den Punkten immer konstant d ist.
Antwort
Roman-22

Roman-22

21:21 Uhr, 06.07.2023

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Du beantwortest leider nicht die gestellte Frage, was genau r1 bzw r2 sind.
Deine Antwort nach ist zu vermuten, dass es die Punktabstände vom Mittelpunkt der beiden konzentrischen Bahnviertelkreise sind.

Falls dem so ist, die nächste Frage. Ähnlich wie ledum frage ich mich, wie deine Bewegung parametrisiert ist. Wobei schon klar ist, Geschwindigkeit und Beschleunigung für den gesuchten geometrischen Sachverhalt irrelevant sind.
Kannst du für jeden Parameterwert t (man muss sich darunter nicht notwendigerweise die Zeit vorstellen) die Koordinaten der beiden Punkte ermitteln?
Bzw. hast du schon implementiert, wie du etwas bei gegebener Position von Punkt P1 (natürlich auf seiner Bahn) eine der möglichen Lagen von P2 ermitteln kannst.
Im Grunde geht es bei Letzterem darum, einen Kreis vom Radius d um P1 mit der Bahn von P2 zu schneiden. Und da diese Bahn nur eine stückweise definierte Funktion ist, wird bei der konkreten Implementation eben eine Fallunterscheidung nötig sein.
Einfacher gehts vermutlich, wenn du bereits (stückweise definierte) Funktionen aufgestellt hättest, die die Lage von P1 und P2 abhängig von einem Parameter t liefern.

Wegen der Fallunterscheidungen und den nur stückweise vorliegenden Bahnen wirds nicht möglich sein, eine einfache geschlossene allgemeine Formel anzugeben, welche für gegebenes r1 den Abstand r2 berechnet.
Genauer gesagt ist das auch nicht immer möglich und keineswegs eindeutig.
Wenn r1 etwa gleich dem Radius des inneren Kreises ist, so könnte sich P2 auf der äußeren Kreisbahn befinden, oder aber auch auf dem waagerechten Geradenstück. Da gibts also für EINEN Wert von r1 ein ganzes Intervall von möglichen Werten für r2. D.h. die Aufgabe ist da nicht trivial, sondern schlicht nicht genau lösbar.
Aber auch wenn r1 größer als der Radius de inneren Kreises ist, ist die Aufgabe mehrdeutig. Die Antwort für r2 fällt da unterschiedlich aus, je nachdem ob sich P1 da auf dem waagerechten Geradenstück befindet oder auf dem senkrechten. Die Angabe von P1 allein legt das nicht fest.
anonymous

anonymous

22:19 Uhr, 06.07.2023

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„Du beantwortest leider nicht die gestellte Frage, was genau r1 bzw r2 sind.“

r1 bzw. r2 ist hier einfach der Abstand von P1 bzw. P2 zum Koordinatenursprung. Ich denke bei der Aufgabe ist es sinnvoll diesen in den Mittelpunkt der beiden Kreise zu legen.
Also letztlich nichts anderes als die Ortsvektoren von P1 und P2.
Für die Anwendung später ist es sicherlich am leichtesten hier direkt in Polarkoordinaten zu rechnen. Dann kann man ja sowohl für P1 als auch für P2 zu jedem beliebigen Winkel α den dazugehörigen Radius angeben.

„Falls dem so ist, die nächste Frage. Ähnlich wie ledum frage ich mich, wie deine Bewegung parametrisiert ist. Wobei schon klar ist, Geschwindigkeit und Beschleunigung für den gesuchten geometrischen Sachverhalt irrelevant sind.
Kannst du für jeden Parameterwert t (man muss sich darunter nicht notwendigerweise die Zeit vorstellen) die Koordinaten der beiden Punkte ermitteln?“

Also mein Ansatz wäre es jetzt eben gewesen für beide Punkte den Radius über den Winkel zu parametrisieren.

„Bzw. hast du schon implementiert, wie du etwas bei gegebener Position von Punkt P1 (natürlich auf seiner Bahn) eine der möglichen Lagen von P2 ermitteln kannst.“

Aber genau dabei komme ich eben nicht weiter…

„Im Grunde geht es bei Letzterem darum, einen Kreis vom Radius d um P1 mit der Bahn von P2 zu schneiden. Und da diese Bahn nur eine stückweise definierte Funktion ist, wird bei der konkreten Implementation eben eine Fallunterscheidung nötig sein.“

Ja genau und wenn man weiter davon ausgeht, dass der Abstand l zwischen den Bahnkurven konstant und immer kleiner als d ist müsste es doch für jede mögliche Position von P1 genau zwei mögliche Positionen von P2 geben. Ich brauche dann allerdings immer nur die Lösung bei der der Winkel α von P2 größer ist als der Winkel α von P1.

„Einfacher gehts vermutlich, wenn du bereits (stückweise definierte) Funktionen aufgestellt hättest, die die Lage von P1 und P2 abhängig von einem Parameter t liefern.“

Also ich wüsste aktuell nur wie ich r1 bzw. r2 über α parametrisiere oder vielleicht noch über die Bogenlänge der Bahnkurven aber das bringt mich ja auch nicht weiter.

„Wegen der Fallunterscheidungen und den nur stückweise vorliegenden Bahnen wirds nicht möglich sein, eine einfache geschlossene allgemeine Formel anzugeben, welche für gegebenes r1 den Abstand r2 berechnet.“

Ja ich denke auch, dass man eine Fallunterscheidung wird machen müssen.


Skizze_2
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Roman-22

Roman-22

22:44 Uhr, 06.07.2023

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Jetzt kommt also raus, dass es dir gar nicht darum geht für einen gegebenen Abstand r1 den Abstand r2 zu ermitteln, sondern dass du da vielmehr die Ortsvektoren gemeint hast! Da ist schon ein riesengroßer Unterschied.
Dir geht es also schlicht darum, für eine gegebene Position von P1 die zugehörige Position des mitgeschleppten Punkts P2 zu ermitteln.

Die Punktkoordinaten vom Winkel α=α1 abhängig zu machen ist sicher eine Möglichkeit, wenn man auf eine gleichförmige Bewegung verzichten kann.

Selbst die Koordinaten von P1(x1/y1) benötigen hier aber bereits eine Fallunterscheidung.
Wenn wir α von -π bis +π2 laufen lassen, dann gilt
für -π<α-π2:     P1(-R1tanα/-R1)
für -π2α0:        P1(R1cosα/R1sinα)
für 0α<π2:         P1(R1/R1tanα)

Dabei steht R1 für den Radius des Viertelkreises der Bahn B1.
Natürlich gilt immer y1=x1tanα.

Für einen gegebenen Winkel α gilt also im ersten Schritt die Koordinaten von P1 zu bestimmen. Im Grunde ist die Parametrisierung der Bewegung von P1 mit α jetzt eigentlich auch schon wieder irrelevant, da es dir ja offenbar "nur" darum geht, aus der gegebenen Position von P1 die zugehörige Position von P2 zu ermitteln.

Wenn P1 festgelegt ist, würde ich einen Kreis um P1 mit dem Radius d ansetzen und diesen erst mit dem waagerechten Teil der Bahn B2 schneiden. Das geht exakt, aber je nachdem, wo und wie du das implementieren möchtest, kann man da auch bereits ein numerisches Näherungsverfahren nutzen.
Von den zwei Schnittpunkten is jener mit der kleineren x-Koordinate zu wählen (bzw. jener, dessen x-Koordinate kleiner als die x-Koordinate von P1 ist. Nennen wir diesen Punkt A.
Ist xA<0, dann sind wor fertig und P2=A.
Falls aber xA>0 ist oder der Schnittpunkt gar keine reellen Koordinaten hat, muss man weiter arbeiten.
Jetzt geht es dann eben darum, den Kreis um P1 mit dem Viertelkreis von B2 zu schneiden, den richtigen der Punkte zu wählen (den mit der y-Koordinate die kleiner als die y-Koordinate von P1 ist) und falls es da auch wieder keinen gültigen Punkt gibt, dann muss man den Kreis um P1 eben noch mit dem senkrechten Teil der Bahn B2 schneiden und den richtigen (kleinere y-Koordinate) wählen.

Ist halt ein wenig mühsam :-(
Antwort
HJKweseleit

HJKweseleit aktiv_icon

22:48 Uhr, 06.07.2023

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Vielleicht ist folgende, leichter zu verstehende Aufgabe gemeint:


P1 fährt auf B1 und schleppt auf seiner Fahrt P2 auf B2 hinter sich an einer Stange mit fester Länge her, wobei B1 und B2 Schienen sind, von denen sich P1 und P2 nicht lösen können.

Aber wonach ist jetzt gefragt? Ist dann r1 der Abstand zwischen P1 und dem (gedachten und nicht benannten) Mittelpunkt der gemeinsamen Kurvenkreise? (Analog dann r2)

Und wie meine Vorgänger schon sagten: Du musst mehrere Fälle unterscheiden...

Antwort
Roman-22

Roman-22

23:13 Uhr, 06.07.2023

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>P1 fährt auf B1 und schleppt auf seiner Fahrt P2 auf B2 hinter sich an einer Stange mit fester Länge her, wobei B1 und B2 Schienen sind, von denen sich P1 und P2 nicht lösen können.

Ja, ich denke, dass es sich um eine solche Zwangsführung handelt, war schon klar.
Die Verwirrung ist nur dadurch entstanden, dass der Fragesteller r2 in Abhängigkeit von r1 wissen wollte und r1 und r2 in der Zeichnung irreführend als Strecken eingetragen waren, was den Wunsch im Grunde nicht erfüllt bar gemacht hat.
Nach der letzten Nachbesserung scheint klar, dass die eigentliche Frage die nach der Position des Schlepppunkts P2 bei gegebenen Führungspunkt P1 ist.

Auch nicht mir einer Zeile zu beantworten, aber immerhin ein erfüllbarer Wunsch ;-)


@Daniel23
Eine etwas einfachere Methode (verglichen mit dem Durchprobieren aller Schnittmöglichkeiten bis der passender Punkt gefunden wurde) ist vielleicht folgender:
Wenn sich beide Punkte auf ihrer Kreisbahn befinden, ist der Winkel φ zwischen den Ortsvektoren p1 und p2 immer der gleiche und kann mittels Kosinussatz berechnet werden:
φ=arccosR12+R22-d22R1R2.

1 Fall: Für αφ-π2 liegt P2 sicher auf dem waagerechten Teil seiner Bahn und seine Koordinaten lassen sich leicht mit x2=x1-d2-(R2+y1)2 und y2=-R2 angeben. Dabei sind x1 und y_die Koordinaten von P1 und l=R2-R1 wie von dir in deiner letzten Zeichnung beschriftet. Die Formel deckt sowohl den Fall ab, dass P1 auch auf seiner Waagerechten liegt (y1=-R1) als auch jenen, bei dem P1 schon am Viertelkreis liegt, P2 aber noch nicht.

2. Fall: φ-π2α0. Hier liegen beide Punkte auf ihrer Kreisbahn und die Koordinaten von P2 lassen sich mit x1=R2cos(α-φ) und x2=R2sin(α-φ) leicht berechnen.

4.Fall: αarctand2-l2R1. Jetzt liegen beide Punkte auf den jeweiligen senkrechten Bahnteilen und die Berechnung der Koordinaten von P2 erledigt sich mit x2=R2 und y2=y1-d2-l2

Problematisch ist "nur" der
3.Fall: 0αarctand2-l2R1. Jetzt bewegt sich P1 bereits auf der Senkrechten, aber P2 befindet sich noch auf seinem Viertelkreis.
Schätze dass es hier keine signifikante Vereinfachung geben wird, sondern man tatsächlich die beiden Kreise wird schneiden müssen um dann den Punkt mit der negativen y-Koordinate zu wählen.
Mein CAS meint, die Koordinaten von P2 wären in diesem Fall
B


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Roman-22

Roman-22

00:16 Uhr, 07.07.2023

Antworten
Der Fall 3 sollte auch einfacher möglich sein!

Mit
β:=arccosR12+y12+R22-d22R2R12+y12
gilt im Fall 3 für die Koordinaten von P2
x2=R2cos(α-β)
y2=R2sin(α-β)

Hier noch ein Bild der drei Positionen, die den Übergang von jeweils einem der oben beschriebenen vier Fälle zum anderen darstellen
Eine kleine Animation gibts auch, nur lässt sie sich hier leider nicht anhängen, nicht einmal als animiertes GIF.
Die avi-Datei ist daher ca. ein Monat lang hier verfügbar: easyupload.io/jnezdp
B
anonymous

anonymous

17:43 Uhr, 07.07.2023

Antworten
@Roman-22

Erstmal vielen Dank für deine Hilfe. Ich habe den Ansatz jetzt mal in Python umgesetzt und das funktioniert Prima (siehe Skizze). Dort sieht man jetzt auch wofür das eigentlich wichtig war. In rot eingezeichnet ist dort die Mitte zwischen den beiden Bahnkurven und in grün eingezeichnet ist jeweils der Mittelpunkt zwischen P1 und P2. Wie man dort sieht liegen die beiden Kurven eben nicht mehr übereinander sobald eine der Rollen sich auf der Kreisbahn bewegt.

Auch wenn der Ansatz ja jetzt schon funktioniert, wäre es für mich mal noch interessant den Rechenweg im Detail nachzuvollziehen. Mir ist noch nicht ganz klar, wie du auf die beiden Winkel β und φ gekommen bist. Könntest du mir da vielleicht mal noch eine Skizze zu machen, auf der man sieht welche Winkel das eigentlich sind? Oder allgemein mal beschreiben, wie du bei der Lösung vorgegangen bist?

Das wäre für mich auch wichtig, weil in den Ansatz auf jedem Fall noch um eine Variable erweitern muss. Also aktuell haben wir ja nur einen 90° Bogen betrachtet. Das müsste ich mal noch auf größere bzw. kleinere Bögen erweitern.

Und was mich auch noch interessieren würde ist welche Software du für die Skizze bzw. das Video verwendet hast.

LG Daniel


Axis positions
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Roman-22

Roman-22

18:53 Uhr, 07.07.2023

Antworten
B
Der Winkel φ ist der Winkel zwischen den beiden Ortsvektoren p1 und p2 wenn sich beide Punkte auf ihrer Kreisbahn bewegen.
Man sieht ihn zB in dem gelb hinterlegten Dreieck (der Winkel im Ursprung). Von diesem Dreiech sind alle Seitenlängen (R1,R2 und d) bekannt und somit der Winkel über den Kosinussatz berechenbar.
Der Winkel φ stellt die Grenze dar zwischen der Situation, bei der P2 sich nocj auf der Waagerechten befindet und jener, bei der dann beide auf ihrer Kreisbahn laufen.

Der Winkel β ist im rosa hinterlegten Dreieck auch beim Ursprung ersichtlich. Hier ist die violette Länge |p1| unbekannt, aber man kann sich aus dem grün hinterlegten rechtwinkeligen Dreieck die senkrechte (strichlierte) Länge berechnen (Pythagoras, denn Hypotenuse d und zweite Kathete ΔR sind bekannt). Vom rosa rechtwinkeligen Dreieck kennt man dann beide Katheten und kann mit dem arctan dann den Winkel berechnen.
Dieser Winkel stellt dann eben den Übergang zwischen " P1 auf Senkrechter und P2 auf Kreis" zu "beide auf Senkrechter" dar.

EDIT: Sorry, das war jetzt eben nicht der von mir ursprünglich β genannte Winkel, sondern jener, den ich dann α3 genannt hatte.
B2

Der Winkel β ist der Winkel (orange) zwischen den beiden Ortsvektoren, wenn P1 bereits auf der Senkrechten, P2 aber noch am Kreis liegt. Die Länge |p1| kann man sich hier mittels Pythagoras errechnen |p1|=R12+y12, die beiden anderen Seiten des Dreiecks OP1P2 sind mit R2 und d bekannt, wodurch dann wieder der Kosinussatz für die Berechnung von β zum Einsatz kommt.

Winkel α (violett) ist nach wie vor der Winkel von p1 und der Winkel α-β (rot, ist hier immer negativ) ist dann der Winkel zu P2 und mit sin und cos und dem Radius R2 kann man dann leicht seine Position am Kreis errechnen.


Die von mir verwendete Software ist ein altes Mathe-Programm, dass mittlerweile nicht mehr erhältlich ist - Mathcad 15. Der seit gut 15 Jahren entwickelte Nachfolger (Mathcad Prime, dzt. Version 9) ist zwar modernen, kommt aber im Leistungsumfang immer noch nicht an die alte Version heran - vor allem im Bedienkomfort, Skriptbarkeit, bei der Ploterstellung und Animationen gibts bei Prime gar nicht. Ein Programm, welches ein ähnliches Konzept wie Mathcad verfolgt ist das kostenlose, aber etwas gewöhnungsbedürftige SMath Studio, welches, soweit oich weiß, auch Animationen als animierte GIFs speichern kann.
Realisieren mit Animation sollte sich das auch im kostenlosen Geogebra lassen.
Für die Erstellung solcher Zeichnungen ist Mathcad definitiv nicht erste Wahl, aber man verwendet eben was man hat und womit man sich leidlich auskennt ;-)


P.S.: Mein "Fall 1" subsummiert ja eigentlich zwei Fälle (P1 auf Waagerechter UND P1 auf Kreis, jeweils mit P2 auf Waagerechter).
Ich hatte kurz angedacht, dass man dann ja vielleicht auch Fall 3 und Fall 4 zusammenfassen können sollte. Hab aber nicht weiter darüber nachgedacht und überlasse das gerne dir ;-)

Allgemeine Bahnkurven sind sicher noch eine Herausforderung, etwa der direkte Übergang von einer Links- in eine Rechtskurve oder aber auch das Verhalten bei sehr großer Koppellänge d.
Da stellt sich dann die Frage, ob es vielleicht geschickter ist, die Bahnen als Punktlisten in hinreichend engem Abstand vorzugeben und die Bewegung näherungsweise in kleinen Schritten zu berechnen. in der Bahn von P1 eine Punkt weiter gehen und jenen Punkt in der Liste für P2 suchen, der am ehesten den Abstand d von der neuen Lage von P1 hat und möglichst nahe an der alten Position von P2 liegt.

Diese Frage wurde automatisch geschlossen, da der Fragesteller kein Interesse mehr an der Frage gezeigt hat.