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Bugs in Rechnern?

Schüler

Tags: Ableitung, CAS, GTR, h-methode, Integral

 
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Joshua2

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23:45 Uhr, 19.02.2026

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1. Beispiel

f(x) = 1/x²

Fläche A [1;b[ lim b → ∞
A = Integral [1;b[ 1/x² dx
A = [-1/x] [1;b[
A= -1/b - (-1/1)
A = 0 + 1
A = 1

doch fürs Integral [1;10^99] 1/x² dx
gibt der eine Rechner das Ergebnis 0
der andere 5,35 * 10^-86


2. Beispiel

f(x) = e^x

Ableitung = (e^(x+h) - e^x) / h
Ableitung= ((e^x)*(e^h) - e^x) / h
Ableitung = ((e^x)*((e^h) - 1) / h
Ableitung = (e^x)*((e^h) - 1) / h

der Term ((e^h) - 1) / h müsste für
h → 0 gegen 1 laufen

Das ist für die Funktion
f(x) = ((e^x) - 1) / x
eigentlich auch der Fall, doch für
((e^10^-99) - 1) / 10^-99
gibt der eine Rechner das Ergebnis 0
der andere 3,78 * 10^98




Interal x^-2
(e^x - 1)  x^-1
(e^x - 1)  x^-1  Ausschnitt

Für alle, die mir helfen möchten (automatisch von OnlineMathe generiert):
"Ich möchte die Lösung in Zusammenarbeit mit anderen erstellen."
Hierzu passend bei OnlineMathe:
Flächenberechnung durch Integrieren
Stammfunktion (Mathematischer Grundbegriff)
Ableitung (Mathematischer Grundbegriff)
Differenzenquotient (Mathematischer Grundbegriff)
Differenzierbarkeit (Mathematischer Grundbegriff)
Ableitung einer Funktion an einer Stelle (Mathematischer Grundbegriff)
Ableitungsfunktion (Mathematischer Grundbegriff)
Ableitungsregeln (Mathematischer Grundbegriff)

Online-Übungen (Übungsaufgaben) bei unterricht.de:
 
Online-Nachhilfe in Mathematik
Antwort
KL700

KL700 aktiv_icon

04:58 Uhr, 20.02.2026

Antworten
1. A=1 ist richtig.

f(x)=1x2=x-2

F(x)=-x-1-1=-1x+C

[-1x]1=-1-(-1)=0+1=1

www.wolframalpha.com/input?i=integrate+1%2Fx%5E2+from++1+to+infinite


2. f(x)=ex

f'(x):

ex+h-exh=exeh-exh=ex(eh-1)h

limh0exeh-exh=limh0ex(eh-1)h

=exlimh0(eh-1)h

An dieser Stelle kommt die Definition von e ins Spiel. Die Zahl e ist genau so definiert, dass die Steigung der Funktion ex an der Stelle x=0 exakt 1 beträgt.

f'(x)=ex

Welche Rechner benutzt du?
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calc007

calc007

11:04 Uhr, 20.02.2026

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Hallo
Das klingt nach
> Rechnergläubigkeit,
> numerischen Schwierigkeiten,
> ungünstigen Eingaben,
>...

Du lässt nicht wissen,
> welche 'Rechner' du nutzt,
> was du eingegeben hast,
> wie die internen Algorithemen damit umgehen.

Nur als Ahnung: Bei deinem ersten Beispiel hast du vermutlich einen numerischen Rechner & Algorithmus genutzt und blauäugig als obere Grenze 1099 eingegeben.
Selbst wenn der Rechner 1000 (äquidistante) Schritte nutzen sollte, hat der erste Schritt die Schrittweite 10991000=1096
Oh je, oh je, was soll da Sinnvolles dabei raus kommen?

Es gelten eben die alte Regeln:
shit in, shit out;
ein wenig Mitdenken und sinnvolle Eingaben nimmt dir kein Rechner ab.





PS, zu 2.Beispiel:
Zitat: "eigentlich schon der Fall, doch für"     (e10-99-1)  ...

Wenn man sich das mal bildlich vor Augen führt, dann steht da sinngemäß:
1.000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001-1
Und jetzt mach dir klar, dass ein Rechner diese beiden Zahlen intern in Speicher-Darstellung darstellen und voneinander abziehen sollte.
Das können vielleicht einzelne spezielle CAS, ganz sicherlich aber nicht gewöhnliche Taschenrechner.

Antwort
HAL9000

HAL9000

13:23 Uhr, 20.02.2026

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> doch für
> ((e^10^-99) - 1) / 10^-99
> gibt der eine Rechner das Ergebnis 0
> der andere 3,78 * 10^98

Dazu braucht man Informationen über das interne Format der verwendeten Floating-Point-Zahlen. 0 ist plausibel für alle gängigen IEEE754-Formate, da dort e10-991+10-99 sofort zu 1 gerundet wird - klar, wenn man z.B. bei 64Bit-Floatingpoint nur ca. 16 Dezimalstellen Genauigkeit hat. Die Subtraktion e10-99-1 ergibt dann natürlich 0.

Szenarien für das andere Ergebnis "3,78 * 10^98" fallen mir allerdings nicht ein.

Man sollte Berechnungsformeln auf solche Auslöschungsgefahren abklopfen und nach Möglichkeit in "robustere" Varianten umformen - Beispiel:

f(x)=1+x-1x für betragsmäßig sehr kleine Werte x wird instabil, wenn man es genau so berechnet. Nutzt man hingegen die dritte Binomische Formel

f(x)=(1+x-1)(1+x+1)x(1+x+1)=1+x-1x(1+x+1)=11+x+1,

so sieht das deutlich besser aus. Im Falle der obigen e-Funktion kann bereits der Einsatz einer Taylorformel mit nur wenigen Gliedern der Auslöschung trotzen.
Joshua2

Joshua2 aktiv_icon

15:59 Uhr, 20.02.2026

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>Welche Rechner benutzt du?

Ti nspire und Geogebra

Für f(x) = ((e^x) - 1) / x sieht es in der Grafik ja bei beiden so aus, als ob das für x →0 auch gegen 1 läuft, zoomt man näher ran, erhält sieht man, dass es denm Rechner doch nicht so klar zu sein scheint.

Man kann das ja noch weiter aufteilen in f(x) = (e^x)/x - 1 / x . Der Term 1 / x sollte ja für x →0 gegen unendlich laufen. Der Term (e^x)/x läuft für für x →0 auch gegen unendlich. So kommt man also nicht weiter.

Geogebra:
(e^0.01)/0.01 - 1 / 0.01 = 1,005
(e^0.001)/0.001 - 1 / 0.001 = 1,0005
(e^0.0001)/0.0001 - 1 / 0.0001 = 1,0001
(e^0.0000001)/0.0000001 - 1 / 0.0000001 = 1

Für f(x) = 1/x²
ist das Ergebnis Integral [1;10^99] = 0 auf jeden Fall falsch. Die Fläche kan ja nicht kleiner werden

Mathematisch interessant ist ja, dass das Integral [1;b] für b → unendlich für f(x) = 1/Wurzel(x) auch gegen läuft für f(x) = 1/x² jedoch gegen 1 obwohl beide Funktionen ja gegen Null laufen.

[(x^(3/2))*2/3] [1;b] für b → unendlich = unendlich – 2/3 = unendlich

> und blauäugig als obere Grenze 10^99 eingegeben

Der Ti nimmt eigentlich selbst 9^999 für unendlich, fürs Integral [1;9^999] 1/x^2,dx kommt allerdings „Überlauf“
Antwort
calc007

calc007

18:59 Uhr, 20.02.2026

Antworten
"Ti nspire und Geogebra"
Die zählen ganz gewiss nicht zu Programmen, die
1.000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000001  -  1
intern darstellen und damit umgehen können.

Joshua2

Joshua2 aktiv_icon

22:35 Uhr, 20.02.2026

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Bleibt nocht die Frage, warum das Integral im Interval [1;unendlich[ für 1/x² gegen eine feste Größe läuft und für 1/Wurzel(x) gegen unendlich, obwohl beide Funktionen für x gegen unendlich gegen Null laufen?

[-1/x] [1;b] für b → unendlich = 0 - (-1) = 1
[(x^(1/2))*2] [1;b] für b → unendlich = unendlich - 2 = unendlich


Antwort
calc007

calc007

23:05 Uhr, 20.02.2026

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Das ist jetzt aber eine ganz andere Frage.
Alle Integrale
11xpdx
> sind konvergent für p>1,
> sind divergent für p1  .

Warum?
Weil man das Integral ja leicht lösen kann.
Am besten nicht wild mit Taschenrechner,
sondern per Papier und Bleistift.
limb1b1xpdx=lim(x(1-p)xp)|1b=1p-1+limbb(1-p)bp